Woran erkennt man, ob Brennholz wirklich trocken ist?

„Das Holz ist trocken! Es lag drei Jahre lang herum!“

Okay, aber Wo waren Sie die letzten drei Jahre? Auf dem Boden, wo es regnet und Feuchtigkeit von unten eindringt? Oder schön gehäckselt in einem luftigen Holzschuppen, geschützt vor Regen?

Das ist ein echter Unterschied!

Holz kann drei Jahre lang im Freien liegen und ist dann immer noch zu feucht zum Heizen. Gut gehacktes und sachgemäß gelagertes Holz hingegen trocknet unter günstigen Bedingungen deutlich schneller.

Ob Holz zum Heizen geeignet ist, hängt nicht von seinem Alter ab, sondern von seinem tatsächlichen Feuchtigkeitsgehalt.

Und feuchtes Holz ist oft einer der Gründe, warum der Ofen raucht, die Scheibe schwarz wird und der Schornstein verstopft.

Warum heizt nasses Holz schlecht?

Stellen Sie sich vor, Sie legen einen mit Wasser gefüllten Holzscheit hinein. Bevor er richtig brennen kann, muss ein Teil des Wassers verdunsten.

Dadurch wird Energie verbraucht, die Sie sonst zum Heizen nutzen könnten.

Zudem kühlt feuchtes Holz den Feuerraum ab und verschlechtert die Verbrennungsbedingungen. Dies kann zu vermehrter Rauch-, Ruß- und Teerablagerung führen.

Für herkömmliche Kaminöfen wird Brennholz mit einem Feuchtigkeitsgehalt unter 20% empfohlen, sofern vom Hersteller nichts anderes angegeben ist.

Wie kann ich trockenes Holz erkennen, ohne es zu messen?

Trockenes Holz ist in der Regel leichter als frisches Holz, kann an den Enden Risse aufweisen und erzeugt beim Antippen oft einen klingenden Ton.

Aber Vorsicht! Keines dieser Anzeichen ist ein verlässlicher Beweis für die richtige Luftfeuchtigkeit.

Holz kann an der Oberfläche wunderbar trocken sein, aber im Inneren noch feucht.

Und genau deshalb lohnt es sich, einen kleinen Helfer zur Hand zu haben.

Hygrometer: Ein kleines Gerät, das Ihnen Sorgen erspart

Ein Holzfeuchtemessgerät ist kein kompliziertes Gerät für Experten. Es ist ein einfaches Werkzeug, das Ihnen schnell anzeigt, ob Holz zum Heizen geeignet ist.

Aber Vorsicht vor einem häufigen Fehler!

Es genügt nicht, das Feuchtigkeitsmessgerät auf die Oberfläche des Holzstamms zu legen. Die Außenseite kann trocken sein, während im Inneren Feuchtigkeit zurückbleibt.

Wie misst man also richtig?

  1. Wähle einen Holzscheit aus dem Vorrat und spalte ihn.
  2. Messen Sie die Feuchtigkeit auf einer frisch freigelegten Innenfläche gemäß den Anweisungen des Hygrometers.
  3. Prüfen Sie mehrere Protokolldateien, nicht nur eine.

Bei manchen Feuchtigkeitsmessgeräten muss man auch die Holzart und deren Temperatur berücksichtigen. Günstigere Geräte liefern nur Näherungswerte.

Wie lagert man Brennholz richtig?

Holz benötigt in erster Linie Luft und Schutz vor Regen.

Am besten gedeiht es in einem luftigen Holzschuppen, wo es über dem Boden gelagert wird und die Luft um es herum zirkulieren kann.

Wenn man es direkt auf den Boden häuft, es vom Regen durchnässen lässt und es dann in eine luftdichte Plane einwickelt, hilft das nicht viel.

Die richtige Lagerung ist oft wichtiger als die Trocknungsdauer selbst.

Und wie lange dauert es tatsächlich, bis das Holz getrocknet ist?

Ein Jahr? Zwei? Drei?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Es hängt von der Holzart, der Größe der Stämme, dem anfänglichen Feuchtigkeitsgehalt und den Lagerbedingungen ab.

Entscheidend ist stets die resultierende Luftfeuchtigkeit, nicht die Anzahl der Jahre im Kalender.

Unser letzter Rat

„Es lag drei Jahre lang herum“ ist keine Garantie für trockenes Holz.

Wer regelmäßig einen Holzofen benutzt, sollte sich ein Hygrometer anschaffen. Es ist eine kleine Investition, die einem viel Ärger mit trübem Glas, unvollständiger Verbrennung und verstopftem Schornstein ersparen kann.

Denn ein schönes Feuer beginnt lange bevor man ein Streichholz anzündet.

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