Warum verkrusten Öfen und Schornsteine mit Teer? Was kann man dagegen tun?

Man heizt den Ofen an, das Holz verbrennt, das Haus ist warm. Doch beim Reinigen entdeckt man eine schwarze, glänzende, klebrige Schicht im Rauchrohr oder Schornstein. Manchmal ähnelt sie sogar Asphalt und riecht unangenehm.

„Das ist doch nur Ruß“, sagst du dir.

Aber Vorsicht! Es könnte sich um Teer handeln. Und es geht nicht mehr nur um einen verschmutzten Schornstein.

Ruß oder Teer? Das ist nicht dasselbe!

Ruß ist üblicherweise ein schwarzer, trockener, pulverförmiger Niederschlag, der bei Verbrennungsprozessen entsteht.

Teerablagerungen hingegen können klebrig, zähflüssig, glänzend und im ausgehärteten Zustand sogar sehr hart sein.

Beide Stoffe können sich im Schornstein ansammeln, besonders dicke Teerablagerungen stellen jedoch ein ernstes Risiko dar, da sie entzündlich sind und zu einem Schornsteinbrand beitragen können.

Warum entsteht Teer?

Vereinfacht gesagt: Bei der Holzverbrennung entstehen auch Stoffe, die unter ungünstigen Bedingungen nicht vollständig verbrennen. Kühlen die Abgase zu stark ab, können sich diese Stoffe an den Wänden des Ofens, des Rauchrohrs oder des Schornsteins ablagern.

Und was trägt am häufigsten dazu bei?

1. Holz zu feucht

„Ich habe es seit drei Jahren!“

Okay, aber wo? Im Regen oder in einem luftigen Holzschuppen?

Feuchtes Holz kühlt den Feuerraum ab und verschlechtert die Verbrennungsbedingungen. Dies kann zu vermehrter Rauchentwicklung und Teerablagerungen führen.

2. Herd zu schmal

Wenn Sie möchten, dass eine Anwendung möglichst lange hält, schließen Sie die Luftzufuhr fast vollständig.

Das Feuer wird anfangen zu glimmen, aber anstatt für effiziente Wärme zu sorgen, kann es passieren, dass mehr Rauch und Ablagerungen entstehen.

Eine korrekte Regelung gemäß den Herstellerangaben ist ausreichend. Eine dauerhafte Brandbekämpfung außerhalb der empfohlenen Bedingungen ist nicht zulässig.

3. Abgas zu kalt

Das Problem liegt möglicherweise nicht nur am Holz oder am Service.

Wenn Rauchgase durch einen unsachgemäß konstruierten, unterkühlten oder ungeeigneten Schornstein strömen, können sich Kondensat- und Teerablagerungen an dessen Wänden bilden.

Daher ist es wichtig, dass Ofen, Rauchabzug und Schornstein eine ordnungsgemäß konstruierte Einheit bilden.

Hilft es, wenn ich es richtig stark erhitze und den Teer abbrenne?

Das solltest du auf keinen Fall versuchen!

Das absichtliche Verbrennen von Teer durch heftiges Überfluten kann einen Schornsteinbrand verursachen, diesen beschädigen und das gesamte Haus gefährden.

Wenn Sie größere Teerablagerungen feststellen, lassen Sie den Schornstein von einem Fachmann überprüfen und reinigen. Verhärteter Teer lässt sich möglicherweise nicht durch regelmäßiges Fegen entfernen.

Wie lässt sich Teerbildung verhindern?

Die Grundlage bilden einige wenige einfache Prinzipien:

  • Heizen Sie mit ausreichend getrocknetem Holz, üblicherweise mit einem Feuchtigkeitsgehalt unter 20 %, sofern vom Hersteller nichts anderes angegeben ist.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Kraftstoffdosierungen und Verbrennungslufteinstellungen.
  • Versuchen Sie nicht, das Brennen durch ständiges Anfachen des Feuers zu verlängern.
  • Lassen Sie den Abgasweg regelmäßig in den vorgeschriebenen Abständen reinigen und überprüfen.
  • Bei wiederholtem Teern sollten die Eignung und Funktion des Schornsteins und des Ofens selbst überprüft werden.

Unser letzter Rat

Der Schornstein ist kein Ort, an dem alles landen sollte, was im Ofen nicht verbrannt wurde.

Sollten Sie deutliche Teerablagerungen feststellen, ignorieren Sie diese nicht. Es genügt nicht, die verschmutzte Tür nur abzuwischen und beim nächsten Mal ein etwas trockeneres Holzscheit zu verwenden.

Lassen Sie den Zustand des Abgaswegs überprüfen und die Ursache ermitteln.

Denn ein ordnungsgemäß funktionierender Ofen soll Ihr Haus heizen. Zünden Sie auf keinen Fall einen Schornstein an.

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