Erinnerst du dich noch, wie man früher ein Feuer gemacht hat? Man zerknüllte Zeitungspapier, gab Holzspäne darauf, legte Holzscheite darauf und zündete es mit einem Streichholz an.
Und jetzt rät dir jemand, genau das Gegenteil zu tun!
Die Beleuchtung von oben ist keine Internet-Erfindung. Bei vielen modernen Kaminöfen ist dies die empfohlene Methode, um schneller geeignete Bedingungen für eine saubere Verbrennung zu schaffen und die Rauchentwicklung beim Anzünden zu reduzieren.
Wie wird es von oben beheizt?
Es ist ganz einfach. Man entzündet ein Feuer oben auf einem vorbereiteten Holzstapel und lässt es langsam abbrennen.
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- Größere, trockene Holzscheite nach unten legen. Ordnen Sie sie entsprechend der Größe des Feuerraums und der empfohlenen Brennstoffmenge an.
- Lege kleinere Holzscheite und Holzspäne darauf. Lassen Sie zwischen den Holzbrettern Platz für die Luftzirkulation.
- Legen Sie ein geeignetes Feuerzeug darauf. Verwenden Sie ausschließlich das für den Herd zugelassene Produkt.
- Stellen Sie die Verbrennungsluftzufuhr auf Zündstellung. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers.
- Zünden Sie das Feuerzeug an und schließen Sie die Tür gemäß der Anleitung. Sobald das Feuer entzündet ist, regulieren Sie die Luftzufuhr gemäß der empfohlenen Vorgehensweise.
Und das war’s! Man muss die Tür nicht mehr hin und wieder öffnen und das Holz neu anordnen.
Warum ist das Abfeuern von oben vorteilhaft?
Wenn man eine große Menge Holz von unten anzündet, können die oberen Holzscheite sich erhitzen und brennbare Gase freisetzen, bevor geeignete Bedingungen für ihre vollständige Verbrennung geschaffen sind.
Bei sachgemäßer Zündung von oben entzündet sich der Brennstoff allmählich, und in einem fachgerecht konstruierten Ofen kann weniger sichtbarer Rauch entstehen.
Das bedeutet eine sauberere Verbrennung, weniger Ruß und oft auch weniger Glasablagerungen.
Aber Vorsicht: Eine Beleuchtung von oben allein reicht nicht aus, um feuchtes Holz, einen defekten Schornstein oder eine unzureichende Luftzufuhr zu beheben.
Ist das Abfeuern von unten also schlecht?
Nicht unbedingt.
Manche Ofenkonstruktionen und ihre Bedienungsanleitungen erfordern möglicherweise eine andere Heizmethode. Maßgeblich ist stets das vom Hersteller des jeweiligen Modells vorgeschriebene Verfahren.
Wenn der Hersteller eine Beleuchtung von oben empfiehlt, ist es sinnvoll, dieser Empfehlung zu folgen.
Drei Fehler, die selbst ein ordnungsgemäß vorbereitetes Feuer ruinieren können
Nasses Holz: Statt eines schnellen Feuers entstehen Rauch, Zischen und verstopfte Scheiben. Für normales Brennholz wird ein Feuchtigkeitsgehalt unter 20 % empfohlen, sofern vom Hersteller nichts anderes angegeben ist.
Zu wenig Luft: Wenn man die Luftzufuhr zu früh unterbricht, erstickt das Feuer und die Verbrennung verschlechtert sich.
Zu viel Holz: Ein überfüllter Brennraum führt nicht zu besserer Heizleistung. Beachten Sie die maximale Brennstoffmenge und alle weiteren in der Bedienungsanleitung angegebenen Einschränkungen.
Und noch eine Regel: Verwenden Sie niemals Benzin, Alkohol oder andere ungeeignete brennbare Flüssigkeiten, um ein Feuer zu entzünden.
Unser letzter Rat
Wollen Sie ein schönes Feuer hinter Glas? Beginnen Sie mit der Anzündmethode.
Trockenes Holz, die richtige Luftmenge und die vom Hersteller empfohlene Vorgehensweise tragen mehr zum Betrieb des Ofens bei als der teuerste Anzünder.
Und falls Sie Ihr ganzes Leben lang von unten beleuchtet haben, werden Sie vielleicht überrascht sein, wie gut die genau gegenteilige Herangehensweise funktionieren kann.
