„Ich heize mit einem Pelletofen, draußen ist es eiskalt und plötzlich fällt der Strom aus. Was nun? Schaltet sich der Ofen von selbst ab? Und kann der Rauch nicht in den Raum gelangen?“
Dies ist eine Frage, die sich jeder Besitzer eines automatischen Pelletofens stellen sollte, idealerweise vor dem ersten Stromausfall.
Die meisten herkömmlichen automatischen Pelletöfen benötigen Strom nicht nur zur Zündung, sondern auch zur Steuerung der Verbrennung und zum Abführen der Abgase.
Was passiert also genau, wenn mitten im Heizvorgang der Strom ausfällt?
Was bleibt im Ofen zuerst stecken?
Im Falle eines Stromausfalls funktionieren die elektrisch betriebenen Komponenten herkömmlicher automatischer Pelletöfen nicht mehr.
Dies bedeutet vor allem:
- Pelletförderer – stellt die Zufuhr von neuem Brennstoff zum Brenner ein.
- Abgasventilator – Es stellt die aktive Abführung von Rauchgasen ein.
- Warmluftventilator – Falls der Ofen über eine solche verfügt, wird die Wärmeverteilung im Raum eingestellt.
- Elektronische Steuerung – Ohne Notstromversorgung funktionieren weder Display noch automatische Steuerung.
Die Pellets, die bereits im Brenner brennen, erlöschen jedoch auch bei einem Stromausfall nicht.
Sie können noch einige Zeit weiterbrennen oder glühen.
Und deshalb ist ein Stromausfall nicht dasselbe wie ein normales Abschalten des Herdes.
Können Abgase bei einem Stromausfall in den Raum gelangen?
Ja, unter bestimmten Umständen ist das möglich.
Im Normalbetrieb hilft der Abgasventilator dabei, die Abgase in den Schornstein abzuführen.
Sobald der Ventilator stoppt, hängt die weitere Abgasabfuhr unter anderem vom natürlichen Zug des Schornsteins, der Konstruktion des Ofens und den Gegebenheiten im Gebäude ab.
Ist die Rauchgasabsaugung nicht ausreichend, kann ein Teil des Rauchs oder der Rauchgase in den Raum gelangen.
Kohlenmonoxid (CO) ist besonders gefährlich, da es farb- und geruchlos ist, sodass man seine Anwesenheit möglicherweise gar nicht bemerkt.
Ein funktionierender Schornstein allein ist keine Garantie dafür, dass bei einem Stromausfall keine Abgase entweichen können.
Daher ist es wichtig, einen fachgerecht installierten und regelmäßig gewarteten Ofen, einen ausreichenden Abgasweg und einen funktionierenden Kohlenmonoxidmelder zu haben.
Was soll ich tun, wenn der Strom während des Heizvorgangs ausfällt?
Vor allem: Bewahren Sie Ruhe und befolgen Sie die Sicherheitsvorkehrungen.
- Öffnen Sie nicht die Feuerraumtür oder den Pelletbehälter. Durch das Öffnen können die Verbrennungsbedingungen gestört und der Rauch entweichen gelassen werden.
- Versuchen Sie nicht, die brennenden Pellets mit der Hand zu entfernen oder mit Wasser zu löschen.
- Ziehen Sie nicht unnötig am Netzkabel und manipulieren Sie nicht die elektrische Installation des Herdes. Nach Wiederherstellung der Stromversorgung muss das Gerät möglicherweise einen Sicherheits- oder Nachkühlzyklus durchlaufen.
- Achten Sie auf Rauchlecks oder die Aktivierung des Kohlenmonoxidmelders.
Wenn Rauch im Raum auftritt, ein Kohlenmonoxidmelder Alarm schlägt oder Sie einen Abgasaustritt vermuten, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie die Feuerwehr von einem sicheren Ort aus unter 150 oder 112 an.
Kehren Sie erst wieder ins Innere zurück, wenn die Gegend sicher ist.
Das genaue Vorgehen im Falle eines Stromausfalls muss stets den Anweisungen des Herstellers des jeweiligen Ofens entsprechen.
Was passiert, wenn der Strom wieder da ist?
Zwischen den einzelnen Öfen können hier recht große Unterschiede bestehen.
Manche Modelle können einen kurzen Ausfall überstehen und weiter funktionieren.
Andere starten nach Wiederherstellung der Stromversorgung zuerst den Lüfter, führen eine Funktionsprüfung durch und schalten dann in den Zünd- oder Abschaltmodus.
Andere Herde zeigen möglicherweise Fehlermeldungen an.
