Der Ofen ist ausgebrannt, das Feuer ist erloschen, und am Morgen ist es Zeit aufzuräumen. Asche ausleeren, Scheibe abwischen, Feuerraum aussaugen – fertig.
Doch gerade bei so einer einfachen Reinigung kann einem ein Fehler unterlaufen, den man sehr bereuen wird.
Die Asche ist kalt. Wirklich?
Es sieht an der Oberfläche kühl aus, aber im Inneren können noch lange heiße Glutreste vorhanden sein, nachdem das Feuer längst erloschen ist.
Schütten Sie Asche deshalb niemals direkt in einen Plastikkorb, eine Papiertüte oder einen Mülleimer.
Sichere Lösung? Ein Metallbehälter mit dicht schließendem Deckel, der im Freien auf einer nicht brennbaren Oberfläche in sicherem Abstand zum Haus und zu allem, was Feuer fangen könnte, aufgestellt wird.
Lassen Sie die Asche ausreichend abkühlen. Verlassen Sie sich nicht nur darauf, dass sie sich nicht mehr warm anfühlt.
Staubsauger? Ja, aber nicht der im Wohnzimmer.
Ein herkömmlicher Haushaltsstaubsauger ist nicht für Asche geeignet. Feine Partikel können den Filter verstopfen, und es besteht Brandgefahr, wenn versteckte Glut eingesaugt wird.
Zum Aufsaugen von Asche verwenden Sie ausschließlich Geräte, die vom Hersteller speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, und befolgen Sie dessen Anweisungen. Mit herkömmlichen Aschesaugern darf in der Regel nur vollständig abgekühlte Asche aufgesaugt werden.
Und noch etwas: Sie müssen den Feuerraum nicht nach jedem Brennvorgang bis zum letzten Korn aussortieren. Bei vielen Holzöfen empfiehlt der Hersteller, eine dünne Ascheschicht zurückzulassen. Bei anderen Modellen ist das Vorgehen anders – die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss.
Was alles muss regelmäßig gewartet werden?
Glas: Reinigen Sie das Glas erst nach dem Abkühlen und mit einem für die jeweilige Glasart geeigneten Reinigungsmittel. Aggressive Chemikalien können die Versiegelung oder die Oberflächenveredelung beschädigen.
Feuerraum und Aschenbecher: Überschüssige Asche sollte entfernt werden, damit sie den Luftstrom und den ordnungsgemäßen Betrieb des Ofens nicht behindert.
Türdichtung: Prüfen Sie auf Beschädigungen, Lockerheit oder übermäßigen Verschleiß. Eine undichte Tür kann die Verbrennung beeinträchtigen.
Feuerraumauskleidung: Prüfen Sie die Teile aus Schamotte oder Vermiculit gemäß der Anleitung. Kleine Oberflächenrisse bedeuten nicht immer einen Austausch, aber stark beschädigte Teile können problematisch sein.
Und der Schornstein? Vergessen Sie den beim Reinigen nicht.
Die Reinigung des Heizkessels ersetzt nicht die Reinigung und Überprüfung des Abgaswegs.
Schornstein und Abzug müssen in vorgeschriebenen Abständen gewartet werden. Sollten Sie starke Teerablagerungen oder andere Mängel feststellen, lassen Sie diese von einem Fachmann begutachten.
Wie oft pro Saison sollte man seinen Ofen reinigen?
Es gibt keine allgemeingültige Zahl. Es hängt von der Ofenkonstruktion, der verbrannten Brennstoffmenge und der Betriebsweise ab.
Bei manchen Modellen muss der Aschenbecher häufiger kontrolliert werden, während andere Teile in längeren Abständen gereinigt werden.
Die beste Faustregel ist einfach: Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers und warten Sie nicht, bis der Herd so verstopft ist, dass er nicht mehr richtig funktioniert.
Ein gut gewarteter Ofen sorgt für angenehmeres Heizen. Und ordnungsgemäß gelagerte Asche birgt keine unangenehmen Überraschungen.
